Reiseblog

Samstag, 14. Januar 2012 - 09:51 Uhr
Auf dem Franz-Josef-Gletscher

Pünktlich zum Wochenende noch ein Foto aus Neuseeland - aufgenommen auf dem Franz-Josef-Gletscher in 3.000 Metern Höhe - auf einem 400 Meter (!) dickem Panzer aus Schnee und Eis.

Freitag, 30. Dezember 2011 - 00:43 Uhr
Zwschenstopp in Osaka

Ist mittlerweile in Osaka (Japan) gelandet. In knapp drei Stunden geht es dann endgültig heim nach Frankfurt - mit vielen schönen Erinerrungen an eindrucksvolle fünf Wochen in Neuseeland!

Donnerstag, 29. Dezember 2011 - 10:46 Uhr
Noch 80 Minuten

Noch 80 Minuten. Leider Dauerregen, Chaos mit reservierung im Restaurant und Duschen und Pool untragbar - kein Schwimmen mehr vor Abflug. Egal. Wunderschönes Land, ich bringe schöne Souvenirs und drei Weinraritäten mit. Ein Gepäckstück wird sogar handverladen. Und auf beiden Flügen ---- 1A. Bis Osaka sogar mit leerem Nachbarsitz.

Donnerstag, 29. Dezember 2011 - 04:41 Uhr
Noch gut sieben Stunden bis zum Rückflug - Kiwis im Zoo

So, noch gut sieben Stunden. Sitze gerade bei "Mövenpick" in Mission Bay am Strand - bei schlechtem Nordseewetter. Heute vormittag war ich noch kurz im Zoo, vor allem, um Kiwis zu fotografieren.

Jetzt gleich geht es zurück gen Hotel. Dort kann ich noch den Pool genießen, ehe ich für 20 Uhr einen Tisch im Drehrestaurant "Orbit" in 192m Höhe reserviert habe. Um 21.15 Uhr kommt das Taxi.

Und da ich eben gesehen habe, dass es einen Codeshare-Flug über Hongkong gibt, werde ich nochmals bei Lufthansa anrufen. Vielleicht geht doch noch 'was - ansonsten über Osaka in der alten B767...

Werde dann auf dem Tagflug gen Frankfurt ein ausführliches Fazit schreiben.

Mittwoch, 28. Dezember 2011 - 22:41 Uhr
Auckland plus erstes Fazit

So, die letzten rund 12 Stunden bin ich jetzt allein in Auckland. Meinm Flieger startet erst 23.59 Uhr!

Gestern haben wir noch das Auckland Museum besucht, den Mt Eden bestiegen und Souvenirs gekauft. Abends lecker essen, und dann habe ich allein noch eine kurze Fährfahrt gemacht.

Hier ein erstes Fazit:
- mehr als 7000 Fotos
- knapp 5000km mit dem Camper
- sechs Helikopter-Touren und ein Rundflug
- vier Nature-Walks
- zwei Bootstouren
- diverse Fähren und wassertaxis
- vier arztbesuche
- viele leckere Abendessen
- viele Tiere - von Kiwi bis Wal
- viel Regen, viel Sonnenschein

und vor allem viele tolle Erlebnisse, Erinnerungen und schöne Momente.

Später dann mehr

Montag, 26. Dezember 2011 - 21:04 Uhr
Frühsport im Kanu

War heute schon um 8:18 Uhr morgens im Kanu unterwegs - und freut freut sich jetzt auf Frühstück: Lachs-Bagel, Erdbeeren und Cafe Latte aus der Hotelküche, dazu selbstgemachte Pancakes mit Honigmelone etc. Und vielleicht trinken wir zum Reste-Essen den letzten Schluck leckeren Clouddy-Bay-Dessertwein. Um 14.30 Uhr holt uns dann unser privates Wasser-Taxi ab (die Linienverbindung ist ungünstig), ehe wir gegen 18 Uhr via Wellington nach auckland fliegen.

Montag, 26. Dezember 2011 - 10:47 Uhr
Letzter Abend in der zauberhaften Lodge

Ein letzter schöner Abend mit goldenem Licht am Queen Charlotte Sound - morgen fliegen wir für zwei Nächte noch nach Auckland. Am Freitag um 15.10 uhr dt. Zeit bin ich zurück. Leider!

Sonntag, 25. Dezember 2011 - 02:52 Uhr
Weihnachten in Neuseeland

Und so lasse ich mir Weihnachten gern gefallen... War heute schon mit dem Kanu unterwegs und nicht derjenige in der Gruppe, der ins Wasser gefallen ist. Gleich jetzt Buch, Pool und dann lecker Dinner heute abend!

Sonntag, 25. Dezember 2011 - 02:50 Uhr
Nachtrag: Foto vom zweiten Rundflug

Hier nochmals ein Bild von unserem wunderschönen zweiten Rundflug am Mount Cook (der erste im Abendlicht war natürlich auch toll).

Samstag, 24. Dezember 2011 - 07:19 Uhr
Weihnachtsspaziergang durch wunderschönen Regenwald!

Unser (vorgezogener) Weihnachtsspaziergang: 14,5 km am weltberühmten Queen Charlotte Track (500 Höhenmeter, jeweils rauf und runter). Super schön!!!

Seit 10 Minuten läuft Weihnachtsmusik - eigenartiges, aber schönes Gefühl. Weihnachten mit Blick auf Regenwald, super schöne Bucht, Polo-Hemd und warmen Wetter (wir haben seit sechs Tagen super Wetter). Nach Sydney, Ayers Rock, Outback ein viertes Weihnachten in der Sonne!

Jetzt gleich erstes Weihnachtsdinner. Morgen abend - am Christmas Day in Neuseeland - werden wir dann ein opulentes Weihnachtsmenü mit sechs Gängen und korrespondierenden Weinen genießen (unser Hotel bietet abends nur das Dinner an).

Merry Christmas und gesegnte Weihnachten!

Freitag, 23. Dezember 2011 - 11:11 Uhr
Foto: Postbote mit Wassertaxi

Joe arbeitet seit drei Jahren als Postbote auf dem Wasser!

Freitag, 23. Dezember 2011 - 11:09 Uhr
Unterwegs mit dem Postboten - Delphine gesichtet

Vorweg: Vom Erdbeben in Christchurch haben wir nix mit bekommen, wir sind 500 km weiter nördlich. Aber erst vor zwei Tagen haben wir die Stadt mit ihren immensen Erschütterungen besucht. Immer noch bzw. wieder schrecklich. Zum Glück keine Toten!

Wir waren heute mit Joe und dem Postschiff unterwegs und haben erlebt, wie er die Post - jetzt auch die Weihnachtsgeschenke - zu den einsamen Anwesen im Sound ausliefert. Sehr spannend! Und als Sahnehäubchen haben wir zwei Arten von Delphinen beobahctet!

Morgen am Heiligabend gehen wir dann wandern!

Donnerstag, 22. Dezember 2011 - 12:23 Uhr
Endlich in der Lodge - Morgen unterwegs mit dem Postboten

Heute sind wir mit dem Wassertaxi in die Lodge gefahren - einfach herrlich hier. Anbei der Blick vom Balkon unseres Bungalows!

Morgen werden mit dem Postboten unterwegs sein und erleben, wie er in den einsamen Buchten des Sounds (Fjord) die Post ausliefert. Mit Glück sehen wir Delphine - und letzte Woche wurden sogar Orcas gesíchtet!

Mittwoch, 21. Dezember 2011 - 06:28 Uhr
Auf dem Gletscher - zum Dritten Mal, mit dem zweiten Rundflug!

Wir hatten geniale Tage: Pingunine und Albatrosse in Dunedin gesehen und einen zweiten Rundflug rund um den Mt Cook gemacht - dieses Mal im Ski-Planme statt im Helikopter - sechs wunderbare Flug-Erlebnisse. In den nächsten Tagen dann mehr im Blog! Heute haben wir das Wohnmobil abgegeben, morgen geht es mit dem Wassertaxi für fünf Nächte in eine einsame Lodge in einem wunderschönen Sound (Fjörd). PS: Das Foto ist auf dem Franz Josef Gletscher entstanden - in 3300 Meter Höhe, das Eis ist hier 400 Meter dick. Eine Wohe zuvor sind wir auf 700 Meterm Höhe rund zwei Stunden über den Gletscher gewandert.

Montag, 12. Dezember 2011 - 10:52 Uhr
Die Westküste macht ihrem Namen alle Ehre: viel Regen!

So, schon beim Aufstehen regnet es! Noch in Greymouth füllen wir im Supermarkt unsere Vorräte auf.

Dann geht es zu den berühmten Pancake Hills. Pünktlich zur Flut, wenn das Wasser beonders die Felsen hoch spritzt, sind wir dort. Es ist zumindest jetzt trocken. Die Felsen sehen echt spektakulär aus, leider ist alle matt, weil eine geschlossene Wolkendecke der Sonne keine Chance lässt! In einigen Jahren werde ich wieder kommen - dann zum Sonnenuntergang, wenn die Felsen hoffentlich hell leuchen, Kurze Mittagspause am Strand. Dann fahren wir ein Stück zurück und laufen den Trueman Walk. Anfangs unspektakulär, kommen wir an eine schöne Bucht! Und dazu etwas mehr Licht. Machen noch mehr Fotos.

Dann geht es durch den Regen über eine hüglige, kurvige Straße weiter gen Süden. Immer an den Küste entlang, immer sehr grün, gerade die Baumfarne faszinieren mich immer aufs Neue. Kurzer Stopp bei der Elektronikkette "Dick Smith", wo ich zwei weitere SD-Cards erwerbe.

Gegen 18.30 Uhr erreichen wir den Ort Franz Josef mit dem berühmten gleichnamigen Gletscher. Wir fragen gleich im Office der Helikopter-Linie nach, ob am nächsten Morgen unser Flug auf den Gletscher mit einer zweistündigen Wanderung auf dem Eis stattfinden wird. Antwort: kein Kommentar! Wir sollen um 8.45 Uhr dort sein - dann gibt es eine Entscheidung.

Auf dem Campground das Übliche... als Dinner gibt es Burger vom Angus-Rind (leider nur in dder Pfanne, der BBQ mag mich nicht) und Salat, dazu holen wir uns Rosmarin-Kartoffeln aus dem Restaurant. Anschließend packen für morgen und Daten sichern. Das ist leider eine Endlos-Geschichte, weil die Fotos von meiner neuen Nikon doppelt so viel Speiche-Platz brauchen wie bislang.

Sonntag, 11. Dezember 2011 - 10:50 Uhr
Wale beobachten - ein zweifelhaftes Vergnügen (!?)

Nach einem schnellen Frühstück bin ich um 9 Uhr am Heli-Port. Und kann fliegen - ein Paar aus Israel möchte auch Wale aus der Luft beobachten. Willie macht den Heli startklar, und schon geht es los. Bei guter Sicht und wenig Wellengang fliegen wir über das Meer vor Kaikoura - die Chance auf Wale betragen 95 Prozent. Unser Pilot nimmt Funkkontakt zu den Touristenbooten auf und ist zuversichtlich. Wir kreisen über das Meer. Und kreisen, und kreisen. Nach 30 Minuten entscheiden wir uns, aufs Ganze zu gehen. Und kreisen weiter. Nach 40 Minuten geht uns das Kerosin aus und wir müssen landen. Und ein Nachschlag berappen. So ein Fehlschlag! Immerhin war die Sicht auf Kaikoura, die Halbinsel und die Bergkette sehr sehenswert - siehe Foto! Ach so: Die Mittagstour zu den Walen wurde dann wegen schlechtem Wetter abgesagt.

Nun geht es auf das Boot. Trotz Warnung vor Wellengang und Seekrankheit. Aber mit zwei Tabletten und einem Pflaster hinterm Ohr bin ich bestens vorbereitet. Denke ich. In einem Schnellboot rauschen wir mit rund 50 Knoten übers Meer. Auch hier gilt eine 95prozentige Wahrscheinlichkeit. Ansonsten gibt es 80 Prozent des Preises von 145$ zurück oder ein Ticket für einen anderen Tag. Das Boot schwankt, bei der Fahrt - und extrem beim Ankern! Nach einigen anderen Passagieren ereilt auch mich das Schicksal. Nach einigen weiteren Pausen, in denen der Kapitän das Meer "abhorcht", finden wir einen Wal! Einfach toll! Nachdem bei den Pausen vorher meine Fotoausrüstung viel Wasser vom Dach abbekommen hat, streikt sie. Und zu allem Überfluss kreisen über uns die Helis. Na super!!! Nach zwei Stunden kehren wir zurück. Ein einmaiges Erlebnis, ich wollte unbedingt Wale gucken. Aber Bootstouren auf dem offenen Meer streiche ich künftig, dann lieber weitere Heliflüge.

Nach einer Erholungspause und Lunch mit Burger in Kaikoura steuern wir die Westküste an. Das Wetter ist herrlich, warm und sonnig. Nach dem Lewis-Pass auf knapp 900 Metern entscheiden wir, bis zur Küste durchzufahren. Gegen 21.30 uhr erreichen wir Westport. Am Campground nutzen wir gleich den Gutschein für eine kostenlose Übernachtung.

Morgen geht es zu den Pancake-Rocks (Felsen im Pfannkuchen-Stil) und weiter in den Glazier-Nationalprk zu den Gletschern.

Samstag, 10. Dezember 2011 - 11:18 Uhr
Nachtrag: Dienstag bis Samstag

So, mittlerweile sind wir auf der Südinsel - hier die Ereignisse der vergangenen Tage:


Dienstag, 6.12.2011:
Wir stehen früh auf – denn um 10.15 Uhr wollen wir erleben, wie der pünktlichste Geysir der Welt „kommt“. Vorab noch Zwischenstopps beim Heliport, um meine Objektivkappe abzuholen (auf White Island verloren), und bei der Apotheke.

Beim „Lady Knox Geysir“ sind wir unter den ersten Besuchern. Gegen 10.10 Uhr kommt ein Guide für einige Erläuterungen – und wirft dann gegen 10.15 Uhr ein Stück Seife in den Geysir. Denn eigentlich gibt es nur alle 48 bis 72 Stunden eine Eruption – mit Seife oder Waschmittel wird der Prozess beschleunigt. Kurze Zeit später wird aus dem Brodeln eine 20 Meter hohe Wasserfontäne. Anschließend laufen wir durch das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland mit vielen Geysiren. Aber es stinkt teilweise so erbärmlich (vergleichbar altern Eiern), dass wir relativ schnell abbrechen und nur die kurze von den drei Touren machen. Wir diskutieren kurz die weitere Planung (bei Latte sowie warmen Apfelstrudel mit Vanilleeis).

Ziel ist der berühmte Tongariro Nationalpark, wo wir am nächsten Tag das legendäre Crossing laufen wollen. Stopp in Taupo für Einkaufen und Lunch, netter Platz am schönen See, bis es wieder regnet – wie so häufig an diesen Tagen.

Gegen 17 Uhr erreichen wir die Discovery Lodge mirt Campground. Der Rest ist wenig spektakulär: Wäsche waschen, Rucksack packen und Kochen (Steaks mit Nudeln und Salat). Wir treffen ein deutsches Paar, die am gleichen Tag das Crossing gemacht haben. Angesichts des schlechten Wetters raten sie uns ab, am nächsten Morgen zu wandern. Bei Sichtweiten um die 50 Meter macht es keinen Spaß – es fehlt der berühmte Blick auf drei Vulkankegel und die Seen. Wir diskutieren lange, zumal wir beide erkältet sind. Wir fällen eine Vernunftentscheidung: Wir laufen das Tongariro Alpine Crossing nicht. Frust! Das Training umsonst, die Ausrüstung unnötig gekauft und mitgenommen. Und unnötig hergefahren und den Rucksack gepackt.


Mittwoch, 7. Dezember 2011:
Es regnet in Strömen beim Aufwachen. Wir packen und fahren noch kurz in den Ort. Kaffeepause im traditionsreichen Hotel Chateau Tongariro. Es geht über viele Kurven und Hügel gen Süden bzw. Küste. Die Fahrt zieht sich. Mittagspause an einem netten Wasserfall. Später noch Stopp an einer „Historic Site“ – nichts zu sehen, und vor der den Wetlands wird auch nicht gewarnt, so dass ich nasse Füße und Hosen bekommen. Kaffeepause in Wanguni. Stopp im Supermarkt. Gegen 20 Uhr erreichen wir Wellington und fahren zum empfohlenen Top10-Campground in Lower Hutt – hab schon schönere Plätze gesehen, viel Flutlicht. Aber gigantisch große Duschkabinen. Wir beschließen, gleich noch zum Arzt zu fahren – im Notfallzentrum. Niedergelassene Ärzte gib es meines Wissens nicht in NZ. Wir kommen gleich dran, eine Ärztin aus Sri Lanka behandelt uns. Ich habe mir eine üble Halsentzündung eingefangen. Spätes Abendessen auf dem Campground: Es gibt leckeren John-Dory-Fisch. Und mal wieder Wäsche waschen,


Donnerstag, 8. Dezember 2011:
An Ausschlafen ist nicht wirklich zu denken: Bis um 10 Uhr müssen wir auschecken und bis dahin einmal die Wassertanks geleert und aufgefüllt haben etc.

Danach gen Wellington. Kurzer Stopp am Campground – zwischen Schnellstraße und Hafen! Nicht schön, aber praktisch. Kurzer Stopp in der Touristen-Information, wo wir eine Nachttour im Wildlife-Park Zelandia buchen. Außerdem kaufen wir diverse Souvenirs, u.a. erwerbe ich einen Sweatshirt und eine Fleece-Weste.

Danach Lunch im Nationalmuseum Te Papa und anschließend Museumsbesuch. Wir machen eine kurze Führung mit. Besonders sehenswert: die Maori-Ausstellung mit Waka (Kriegskanu), Versammlungshaus und mehr. Informativ die Ausstellungen zur Natur und zur Geographie. In einem kleinen Raum wird ein Erdbeben der Stärke 4,5 simuliert – der Boden wackelt. Im Museumsshop kaufe ich ein Waka aus Holz.

Danach fahren wir direkt zum Wildlife-Park. Und nutzen die Möglichkeit, im Camper zu kochen, Auf dem Parkplatz stehen wir allen. Es gibt Putensteaks mit Dosenspaghetti und frischem Salat. Gegen 19.45 beginnt unsere Tour. Wir haben Glück: Es sind nur zwei andere Besucher da. Zwei Guide zeigen uns die neuseeländische Tierwelt. Gleich zu Beginn sehen wir einen Tui, später andere seltene Tier. Wir spotten sogar mehrere Kiwis. Mal schauen, ob die Filmaufnahmen etwas geworden sind. Sehr schöne Tour, sehr empfehlenswert.

Kurz vor Mitternacht sind wir wieder auf dem Campground.


Freitag, 9. Dezember:
Ausschlafen!!! Und erstmals scheint die Sonne wieder. Nach einem kurzen Frühstück fahren wir in die Lyall Bucht. Strandspaziergang. Anschließend Lunch mit selbstgemachten Pancakes, Erdbeeren und Vanilleeis (schließlich haben wir ein Gefrierfach)! Anschließend räumen wir das Auto einmal komplett um und auf. Endlich haben wir mehr Platz. Bei besserem Wetter hätten wir das schon vorher gemacht! Nachmittags fahren zum Aussichtspunkt Mount Victoria. Abendessen im Arbitrageur Wine Room, in einer ehemaligen Bank. Die Restaurants am Wasser waren leider alle ausgebucht, daher entscheiden wir uns für die französische Brasserie. Ich darf sogar den Weinkeller anschauen.


Samstag, 10. Dezember 2011:
Sehr frühes Aufstehen! Heute nehmen wir die Fähre von Wellington auf der Nordinsel nach Picton auf der Südinsel. Um 7.30 Uhr sind wir schon an Bord der Riesenfähre – mit mehreren Ebenen fürs Lkws, Wohnmobile und Autos. Das Wasser ist zum Glück sehr ruhig. Gegen 11.30 Uhr erreichen wir nach einer Fahrt durch den wunderschönen Queen Charlotte Sound die Stadt Picton. In knapp zwei Wochen werden wir wieder hier sein, um mit dem Wassertaxi zu unser Lodge für die Weihnachtstage zu fahren. Kurzer Stopp in einer guten Bäckerei.

Fahrt nach Blenheim. Kurze Picknick-Pause in einem kleinen Park.Wir besuchen das Weingut Cloudy Bay – deren Wein haben wir im Mai erstmals in Singapur im Equinox-Restaurant in luftiger Höhe getestet. Einige Weine sind lecker, einige eher mittelmäßig. Ich kaufen einen Sauvinoc-Blanc, der 18 Monate im Holzfass gereift ist, und einen Dessertwein. Außerdem nehmen wir für Weihnachten einen Dessertwein sowie Dukkah und Olivenöl mit. Anschließend diverse Zwischenstopps, u.a. in einem Kaufhaus.

Weiter nach Kaikoura an der Ostküste, wo wir am nächsten Tag Wale beobachten wollen. Beim Kontrollanruf bei der Heli-Firma stellt sich raus, dass meine Buchung irgendwie schief gegangen ist. Jetzt soll ich angeblich um 9 Uhr fliegen können, ehe es um 10 Uhr aufs Boot geht. Von der Küstenstraße aus entdecken wir eine Kolonie Seelöwen. Gegen 18 Uhr sind wir in Kaikoura. Erst das Übliche: Wäsche waschen (der Trockner hier braucht 3 x 15 Minuten, nerv!). Anschließend lecker Abendessen im Hislops Whole Food Cafe. Da Kaikoura für Hummer bekannt ist, ordern wir einen ganzen Lobster (für umgerechnet knapp 30 Euro) sowie Pasta. Als Dessert gibt es Schokokuchen mit Lemongras-Eis. Lecker!!!

Freitag, 9. Dezember 2011 - 03:50 Uhr
Kurzes Update

Kurzes Update: am Donnerstag waren wir im Nationalmuseum und abends in einem privaten Tierpark mit einmaligen Tierbeobachtungen, am Freitag bislang nur an einer netten Bucht mit gutem Wetter und Pancakes als Lunch, gerade einmal Auto aufräumen, nachher lecker Dinner und morgen auf die Fährung zur Südinsel

Dienstag, 6. Dezember 2011 - 23:41 Uhr
Leider eine Vernuftentscheidung: kein Tongariro Crossing

Jetzt hat uns das Glück erst einmal verlassen: wir verzichten auf das berühmte Tongariro Alpine Circuit - sind beide angeschlagen, und es schüttet, kaum Sicht. Aber theoretisch wäre es gegangen. Morgen soll das Wetter zwar besser werden, aber es ist vernünftiger, auch dann nicht zu gehen und uns zu schonen. Richtig schade, denn die Wanderung gilt als die schönste Tagestour in Neuseeland.


Trinken gerade Kaffee im alten Grand Hotel Tongariro Chateau, anschließend geht es auf die Piste nach Wellington.

Montag, 5. Dezember 2011 - 10:34 Uhr
"Tanz auf dem Vulkan" - Flug nach White Island

Ein großes Abenteuer habe ich heute erlebt: ein Flug nach White Island. Auf dieser vorgelagerten Insel spukt Neuseelands am stärksten aktiver Vulkan!

Angesichts des schlechten Wetters wurde der Flug allerdings mehrfach nach hinten geschoben - doch um 13.30 Uhr gab es dann die Startfreigabe. Nach rund 40 Minuten Flugzeit erreichen wir den Vulkan, bei richtig gutem Wetter. Ausgestattet mit Gasmaske und Helm erkunden wir die Insel. Überall brodelt es. Schwefelsäure sorgt für unangenehme und teils giftige Dämpfe. Wir klettern hoch bis zum Kratersee. Der letzte Ausbruch war 2000 - alle 10 bis 15 Jahre. Wir haben Glück, der Wind steht gut. Wir brauchen die Gasmasken nur einen kurzen Moment. Ein wahnsinnig toller Ausflug, den man kaum in Worte fassen kann - ähnlich wie am Samstag bei Hone.

Das Wetter heute: ein Traum nach dem Alptraum von gestern von 18 Stunden Regen am Stück. Durch die Flugverschiebung schaffen wir es leider nicht in das weltbekannte "Polynesian Day Spa" mit seinen Thermalpools. Wir werden morgen andere Hotpools austesten, hoffentlich schönere als am Samstag mit Hone, wo ich nach einigen Minuten aus dem trüben, warmen Wasser geflüchtet bin. Ach so: Die Wartezeit habe ich für einen zweiten Arztbesuch genutzt - mein Fuss ist ok, und mein Husten etc. offenbar eine allergische Reaktion auf die Chemietoilette im Camper. Mittlereweile könnte ich mit meiner rauhen Stimme Rod Stewart Konkurrenz´machen.

Glücklicherweise kümmert sich der Heli-Betreiber um unseren Abendausflug zu einer Maori-Show, so dass wir statt um 17 erst um 17.45 Uhr abgeholt werden. Die Show ist letztlich die touristische Variante zu dem, was ich am Samstag erlebt habe. Das ganze ist als Marai, also als Versammlungsstätte, gestaltet. Touristen werden zum Haka - dem berühmten Kriegstanz - aufgefordert. Es gibt einige Tanz-Vorführungen. Das Essen geht extrem zügig zu Ende. Auf dem Rückweg sollen die besucher jeweils ein landestypisches Lied singen - wir singen bei Australiens "Waltzing Mathilda" mit, schweigen dann, als "Germany" aufgerufen wird. Um 21.30 Uhr sind wir zurück.

Nachtrag zum Sonntag, 4.12.2011:
Nach einem gemütlichen Frühstück fahre ich nach Devonport, um von einem Hügel aus Bilder von der Skyline in Auckland zu machen. Leider regnet es, daher nur Bilder vom Strand. Anschließend Kaffee-Pause im cafe von letzter Woche. dann fahre ich zum Flughafen, um Sonja abzuholen. Warte dazu ewig in der Nähe bei einem Supermarkt. Es schüttet! Kurzer Stopp bei der Mietwagenfirma, um Sonja in den Vertrag aufzunehmen und zwei kleinere Reparaturen (eine Gardine, Verkleidung der Handbremse) machen zu lassen. Dann zum Supermarkt. Auf dem Weg nach Rotorua regnet es ununterbrochen. Unterwegs sehen wir zwei Unfälle, davon einen schweren im wald bei nasser Landstraße, aber wohl keine Verletzten. Es schüttet weiter. Abendessen im Camper, Kochen in der Küche mit einem seltsam langsamen Herd. Ich hasse Camping im Regen!!!

Samstag, 3. Dezember 2011 - 22:26 Uhr
Absolut lohnenswert: ein Tag mit Hone

Hone ist Chief von rund 4000 Maori in vier Clans. Sensationell.

Freitag, 2.12.2011:
Nach meinem Heliflug gehe ich erst einmal Kaffee Trinken – und Fotos sichern!

Dann vereinbare ich mit Hones Ehefrau, dass wir uns um 21 Uhr treffen werden. Was mache ich bis dahin? Einen Strandspaziergang und anschließend lecker Dinner im Restaurant, wo ich mittags und zum Kaffee schon war. Dieses Mal deutlich entspannter! Es gibt Chili Prawns und eine gefüllte Quessaldila als Vorspeise und als Hauptgerichtet gegrillten Lachs. Lecker!

Gegen 20.30 Uhr klingelt das Handy. Ich soll Hone bei seinen Töchtern abholen. Anschließend fahren wir zu ihm nach Hause – auf dem Weg dorthin erläutert er mir, was passieren wird: eine traditionelle Maori-Begrüßung durch seinen zwölfjährigen Enkel sowie seine Ehefrau. Ich bin tief beeindruckt! Anschließend sitzen wir noch bei einer Tasse Tee zusammen. Zugleich bin ich fasziniert, wie sich Hone und seine Familie parallel in der traditionell-sprituellen Welt zugleich in der Moderne bewegen. Beispiel gefällig: Nach der Begrüßungszeremonie spielt sein Enkel an der Playstation.


Samstag, 3.12.2011:
Am nächsten Morgen starten wir mit einem gemeinsamen Frühstück. Zurück in Paihia treffen wir ein Ehepaar aus Holland, was mit uns den Tag verbringen will. Wir gehen auf ein Waka, ein traditionelles Kriegskanu. Vorher zeigt uns der Clan-Chief noch eine einige Kanu-Darbietungen und Kampfbewegungen – das Paddle ist multifunktional. Spontan nimmt Hone noch zwei Kinder mit. Hone bittet das Mädchen um ein Maori-Begrüßungsgebet. Er erzählt viel über seine Familie, die Vergangenheit und die Bay of Islands. Wir steuern einen Wasserfall an. Dann geht es zurück mit einem ausgiebigen Stopp an der spirituellen Heimstätte seines Clans. Die Begrüßung übernehmen Hone und das Mädchen gemeinsam. Obwohl sie an einer reinen Maori-Schule ist, ist ihr die Situation sichtlich unangenehm. Offenbar lehren die Lehrer nur die Theorie. Und obwohl sie den berühmten Stammesführer das erste Mal trifft, spürt sie seine warme, herzliche Ausstrahlung und lehnt sich bei ihm an. Nochmals zeigt er uns einige Kampszenen. Anschließend machen wir ein paar Fotos, endlich kommt die Sonne durch. Zurück in Paihia helfen wir ihm beim Rausholen des Waka. Wir fahren zu ihm nach Hause zum Lunch. Da ich schon zur „Familie“ zähle, beobachte ich das Begrüßungsritual. Da wir nicht angesichts des starken Winds nichts aufs Meer zum Fischen fahren konnten, gibt es Maori-Brot, Süßkartoffeln, grünen Spargel und Hähnchen. Abschließend steuern wir noch Hotpools an. Obwohl es mich nicht lockt, steige ich in einen Pool. Keine gute Idee, das schweflige Wasser ist nicht mein Fall!

Um 16.15 Uhr verabschiede ich mich. Der Weg nach Auckland ist noch lang. Kurzer Stopp in Kawakawa an der öffentlichen Toilette – Friedensreich Hundertwasser hat hier gelebt und sie entworfen. Dieses Mal nehme ich die Mautstrecke statt der schönen Scenic-Route, aber ich muss spätestens um 21 Uhr am Campground sein. Gegen 20 Uhr bin ich dort. Schnell mache ich mir eine Dose Spaghetti warm. Ich mache nur noch einen kurzen Strandspaziergang. Eigentlich wollte ich nach Devonport, um Aucklands Skyline bei Nacht zu sehen. Aber es ist sehr wolkig, und ich ziemlich geschaff.


Sonntag, 4.12.2011:
Ich fahre nach Devonport und mache im Nieselregen einige graue Fotos von der Skyline. Kurze Kaffeepause in dem Cafe, wo ich schon vor einer Woche war.

Jetzt stehe ich mit dem Camper im strömenden Regen auf einem Supermarkt-Parkplatz und warte auf meine Reisebegleiterin, die eben gerade gelandet ist.

Freitag, 2. Dezember 2011 - 04:42 Uhr
Erlebnisreicher Tag an der Bay of Islands

Nach ausgiebigen Ausschlafen bin ich gegen 10 Uhr in Paihia - ohne echten Plan, außer einem Besuch am Heliport. Ich schaffe es gerade noch halbswegs trocken in den Camper.

Ich steuere den Nachbarort Kerikeri an. Angesichts schlechter Beschilderung zieht sich de Weg, ehe ich im zweiten Anlauf die alte Missionsstation erreiche. Hier stehen die ältesten Gebäude Neuseelands sowie eine sehr alte Kirche. Der Besuch dauert nur kurz, da man quasi nur von außen reinschauen kann (Ausnahme: Führung). Die Sonne kommt durch. Auf der Rückfahrt Stopp beim "New World"-Supermarkt, endlich einm brauchbarer. Danach Stau an einer Baustelle.

Zurück in Paihia beim Heliport. Noch tut sich nix. Ich gehe rüber in Fischrestaurant, bestelle Lunch (Fish and Chips). Kaum kommt mein Essen, klingelt das Handy: Boarding in 20 Minuten. Das gibt ein schnelles Essen.

Der Heliflug entschädigt für alles, absolut sehenswert!!! Viele kleine Inseln und Buchten und Strände. Am "Hole in the Rock" drehen wir um - die Boote fahren im Regelfall durch den Felsen hindurch. Aber Heli war für mich die bessere Option. einfach nur genial. Somit ein richtig toller Tag, auch wenn es zwischendurch regnet und mir draußen teilweise zu frisch ist.

So, sitze wieder im Restaurant und aktualisiere mein Blog. Mal schauen, was mich heute abend und morgen bei Hone erwartet.

Donnerstag, 1. Dezember 2011 - 08:53 Uhr
Montag bis Donnerstag: Kiwis, Sonnenuntergang, Kauri-Bäume

So, mittlerweile habe ich die Bay of Islands erreicht – vom subtropischen Feeling habe ich bislang aber nichts mitbekommen. Immerhin sehe ich vom Camper auf das Wasser – zum Draußen-Sitzen ist es leider zu frisch, immerhin ist die Schiebe-Tür anfangs noch offen. Doch zum Wetter später mehr.


Aber der Reihe:

Montag, 28.11.2011:
Zum Frühstück genieße ich wieder den mit Früchten gefüllten Crepe. Sehr lecker! Schade, dass ich hier nicht länger bleiben kann. Das B&B Omahu Lodge ist echt super! Neben dem Pool, den ich leider nicht nutzen konnte (Wetter und Fuß , gibt es sogar kostenlos Bier und Wein, nachmittags Kaffee und Kuchen, und als Gute-Nacht-Gruss Rocher. Naja, darauf kann ich aus vielerlei Gründen eigentlich verzichten, aber nur eigentlich.

Die anschließende Übernahme des Campers zieht sich leider in die Länge. Das Wohnmobil selbst scheint ok: Wie erwartet, ein Mercedes Sprinter, Automatik, mit großem Doppelbett, WC-Dusche, Mikrowelle etc. Nahezu identisch mit dem Britz Elite anno 2001, aber mit mehr Ablage- und Stauraum. Den Supermarkt finde ich im Anschluss erst im 2. Anlauf. Und „Countdown“-Supermärkte sind nicht mein Favorit. Ich bekomme nicht alles. Ist eh nicht mein Tag: Auch „dank“ der eher mauen Beschilderung verfahre ich mich in Auckland – statt die Harbour Bridge zu überqueren, umrunde ich die gesamte Bucht. Obwohl ich zügig fahre, reicht die Zeit nicht mehr, das berühmte Kauri-Mueseum (über „dicken, alten Bäume“) in Ruhe zu besuchen. Es reicht nur für einen schnellen 5-Minuten-Gang und den Kauf eines Souvenirs. Die Straßen sind extrem kurvenreich und auf dieser Nebenstrecke auch eher eng. Die Landschaft ist extrem malerisch. Salopp formuliert: ein Mix aus Süddeutschland und Südsee. Gegen 19 Uhr erreiche ich den Campground. Schnell einrichten und ein Toast essen. Dann geht es auf eine nächtliche Wanderung, um Kiwis – die flugunfähigen Tiere – zu beobachten. Und tatsächlich, zwei Mal sehe ich einen Kiwi vor uns flüchten, ein Mal bleibt einer kurz stehen. Echt viel Glück, auch wenn es nicht für einen Foto reicht. Außerdem sehen wir, im Regen, einige große Spinnen.

Dienstag, 29.11.2011:
Frühstück im Wohnmobil, bei strömendem Regen. Ich fahre nochmals in den Trouson Kauri Park. Auf etwa 30 Meter Schotter-Piste fliegen gleich Pastasaucen etc. aus dem oberen Schrank. Ich lerne: Glasflaschen etc. nach unten – und extreme Vorsicht auf Pisten. Schnellen Schrittes durchquere ich erneut den Lehrpfad, sehe erwartungsgemäß keine Kiwis. Es regnet wieder. Weiter über den engen Scenic-Highway in den wunderschönen Waipou Forest Nationalpark. Nacheinander wandere ich zum siebtgrößten Kauri-Baum (ca. 80min hin und zurück) sowie zur Nummer 2 und einer Formation von vier Bäumen (Vier Schwestern genannt). Danach noch zum Tane Mahuta, auch wieder extrem beeindruckend! Dagegen sind die Bäume in Tasmanien, Südwestaustralien und in Südafrika (Tsitsikamma-Nationalpark) quasi wie Spielzeug.

Ich erreiche den Hokiango-Golf bei schönstem Wetter. Kurze Fahrt mit der Fähre. Die anschließende Strecke ist landschaftlich sehr schön, die Bäume und Farne gehen dicht an den Asphalt heran. Das tolle Licht entschädigt für das mühevolle Fahren. Leider ist nur ein Stopp genau auf der Passhöhe möglich.

In Kaitaia treffe ich ein Pärchen wieder, was ich morgens bei einem Autounfall gesehen hatte (in den Kauri-Wäldern hatte sich ein Auto seitlich überschlagen, die Backpacker konnten das Auto rausziehen lassen und weiterfahren!). Sie empfehlen mir einen Campground direkt am 90-Mile-Beach. Guter Tipp! Ich genieße das warme Wetter und einen tollen Sonnenuntergang. Erstaunlich ruhig ist das Meer. Die Küche bleibt erneut kalt. Ich sitze noch lang mit vier Deutschen und einem Österreicher zusammen. Treffe sie leider nicht wieder. Erstmals ein schöner Sternenhimmel.


Mittwoch, 30.11.2011:
Ich schlafe aus, bis gegen 8 Uhr. Nach einem kurzen Strandspaziergang nehme ich Teer-Straße nach Cape Reinga an der Nordspitze. Bis dem Wohnmobil darf ich leider nicht am Strand fahren. Es ist wieder extrem kurvig. Für die 100km brauche ich ca. 90min. Ich erreiche die Nordspitze bei Sonnenschein!! Doch die bleibt nur solange draußen, wie ich da bin. Ich habe noch eine längere Fahrt vor mir (vergeblich, wie ich später merken werde…). Daher nur ein Spaziergang zum Leuchtturm, wo zugleich Pazifik und Indischer Ozean aufeinander treffen. Für die Maori ist dies ein wichtiger spiritueller Ort. Auf längere Wanderungen muss ich verzichten, angesichts des Wetters aber nicht schlimm. Ich nehme ein Pärchen aus München ein kurzes Stück mit. Der Rückweg zieht sich wieder. Ich entdecke ein schönes, wenngleich windiges Plätzchen für die Lunch-Pause. Kurzer Stopp am Supermarkt. Dann weiter. Für die 5-Uhr-Kaffeepause finde ich nix, nur eine Tankstelle. Um 18 Uhr erreiche ich Pahia und erkundige mich nach Bootstouren. Auf dem Campground teste ich die eingebaute Küche aus: Steaks sind gut, die Nudeln schnell wieder kalt. Allerdings muss ich auch von draußen wieder dann drinnen umziehen – Regen. Ich packe den Rucksack für die Bootstour und stelle fest: Die Tour mit Hone, einem berühmten Maori, ist erst am Samstag statt am Freitag. Ich hätte mich also gar nicht beeilen müssen. Das bedeutet auch, dass ich am Samstag eine eher stressige Rückfahrt nach Auckland haben werde. Denn wenn die Tour gegen 16 Uhr endet, muss ich noch ca. 3 bis 4 Stunden nach Auckland fahren, um Sonntag Mittag dann Sonja abzuholen. Hatte mich eigentlich auf eine relaxte Rückfahrt mit netten Stopps gefreut. Ach so: Der Beachsite Campground in Pahia ist nicht wirklich schön.


Donnerstag, 1. Dezember 2011:
Pünktlich um 8.30 Uhr bin ich am Anleger. Ursula (aus Hannover) berät mich und fragt den Kapitän nach dem Wetter. Ich buche die siebenstündige „Cream-Tour“, und lege erstmals ein Pflaster gegen Seekrankheit an. Bittere Überraschung an Bord: Die Skipperin (wo ist der Kapitän?) warnt uns mehrfach vor dem sich verschlechternden Wetter. Zudem ist unklar, ob wir das berühmte „Hole in the Rock“ erreichen werden. Nun ja, bei einem Zwischenstopp in Russel gehe ich von Bord. Bei dem schlechten Wetter möchte ich keine sieben Stunden an Bord sein, unabhängig davon, ob ich seekrank bin oder nicht. Und Delphine werde ich später mit Sonja noch zur Genüge sehen. Wie zwei Mädels bekomme ich mein Geld (immerhin 109$) zurück. Nach einer Pause mit Kaffee&Kuchen schlendere durch Russel, einen der ältesten Orte in Neuseeland. Mangels Reiseführer verpasse ich leider einiges, das Museum lohnt nicht. Der Ort selbst ist sehr malerisch. Am Strand nicke ich einer Bank kurz ein. Aber hier ist es zu kalt. Ich entdecke auf dem Rückweg eine Bank, sehr windgeschützt. Hier ist es warm, und ich schlafe wieder ein. Mmm….  Um 13 Uhr fahre ich mit der Fähre zurück. In Pahia gibt es unterschiedliche Aussagen zur Wetterprognose… Ich entscheide mich, die Waitangi-Kulturstäte zu besuchen – hier wurde 1840 der berühmte Vertrag zwischen England und den Maori ausgehandelt. Auf die Führung warte ich 45min! Und bin dann der einzige Gast. Sehr informativ. Kurzer Stopp beim Supermarkt. Um 17 Uhr zurück auf dem Campground, und ich schlafe wieder kurz ein. Abendessen mit Tortelloni (gefüllt u.a. mit Huhn). Meine Putensteaks sind im Kühlschrank leider angefroren – hatte ich das nicht erst letztes Jahr in DownUnder. Jetzt ist es 20.40 Uhr. Die Schiebetür mittlerweile zu, wegen Regen und Kälte. Ich bin unschlüssig, ob ich nochmals einen Versuch mit der Bootstour starten soll oder lieber einen relaxten Tag mache. Kleine freudige Überraschung: Eine Mitarbeiterin von Hone, dem berühmten Maori, sagt mir, ich soll schon Freitag abend kommen. Als ich meine, dass ich ihre Wegbeschreibung nicht verstehe, sagt sie, ich soll wieder anrufen. Dann holt sie mich ab, Wann? Egal! Mal schauen, wie das wird. Unabhängig von der Bootstour will ich mich im Nachbarort zwei der ältesten Gebäude Neuseelands anschauen. Und evtl. zum Lunch eines der Fischrestaurants austesten. Mal schauen, wie der Tag wird. Denn eigentlich müsste ich mich weiter mit meinem neuen Equipment vertraut machen sowie die Action-Kamera von Hannes für die Windschutzscheibe installieren. Ansonsten habe ich schon zwei Beulen am Kopf, blödes Wohnmobil!

Mittwoch, 30. November 2011 - 08:03 Uhr
Bay of Islands erreicht

Hat eben in der Bay of Islands das erste Mal seine Küche im Camper getestet. Werde dann spätestens am Donnerstag im Blog ueber dicke, alte Bäume, den Lichtturm an der Nordspitze, Kiwi-Spotting etc. berichten. Wird jetzt erst 'mal "Klar Schiff" machen und den Rucksack für die morgige Bootstour packen.

Sonntag, 27. November 2011 - 10:57 Uhr
Foto: Käsekuchen?

Das soll ein Käsekuchen sein! Jawohl!

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